Asthmatiker darf Fahrradladen nicht ohne Maske betreten – Skandal ! Oder?

Ich habe heute im Frühstücksfernsehen bei SAT1 einen Bericht gesehen: Einer Asthmatikerin ist von Ihrem Hausarzt ärztlich attestiert worden, daß sie aus ärztlicher Sicht von der Maskenpflicht befreit sei. Sie erklärt, sie sei schon bei geringester Anstrengung nicht in der Lage richtig zu atmen und mit Maske könne sie dann gar keine Luft mehr bekommen. Mit Ihren drei (!) Freunddinnen, die aus ärztlicher Sicht – ebenfalls Asthmatiker – auch keine Maske tragen müssen, wollte Sie ohne Maske einen Lebensmittelladen, einen Möbelladen und einen Fahradladen (!) betreten und sei daran unter Hinweis auf die Maskenpflicht gehindert worden. Das Ganze wurde mit versteckter Kamera gefilmt. So der Fall, wenn ich das richtig verstanden habe.

Bei dem Lebensmittelladen ist es gelungen, Einlaß ohne Maske zu erlangen: Eine Mitarbeiterin sagte nach einem Blick auf das Attest, daß das in Ordnung sei. Zum Möbelladen war nur zu sehen, daß der Zutritt verweigert wurde. Der Besitzer des Fahrradladens war greifbar und konnte – unkenntlich – gefilmt werden, Was er zu sagen hatte, wurde nicht im Wortlaut gezeigt. Das Filmteam hat dann aus dem Off berichtet: Er habe sich weder entschuldigt, noch das Betreten erlaubt. Es folgt dann noch unterschwellige Empörung des Filmteams und der Reporter, sowie ein Interview mit der betroffenen Asthmatikerin, in der diese die Ungerechtigkeit und schlechte Behandlung beklagt. Sie habe ja auch Respekt vor den Leuten, die eine Maske tragen, Man müsse doch auch Verständis und Respekt für sie als Asthmatiker haben, stellt sie klar.

Die Dame hat das Attest ja so verstanden, daß ihr Hausarzt ihr das Betreten der Läden ohne Maske erlaubt hat. Lassen wir mal die aus meiner Sicht kniffelige Frage weg, ob ein Hausarzt eine behördliche Anordnung mit einem Attest aushebeln kann. Lassen wir auch mal die Frage beiseite, was drei Asthmatiker in einem Fahradladen wollten: Vielleicht wollten alle drei ein Fahrad kaufen und fahrradfahren ist vielleicht bei dieser Art Asthma gut und führt nicht zu Atemnot. Vielleicht wollten die drei 3 Elektofahrräder kaufen, wer weiß. Vielleicht ging es aber auch garnicht um einen wirklichen Bedarf, sondern nur darum, einen Fall zu konstruieren, wer weiß.

Ich denke, daß Millionen Menschen vorrangig eine Maske tragen wegen Hochrisiko-Menschen wie diesen drei Asthmatikern ist ein Zeichen großen Respekts. Diese Menschen nehmen seit Monaten Atemeinschränkungen bei Ihren Einkäufen in Kauf, arbeiten von Zuhause oder sogar kurz und nehmen dafür erhebliche Einkommenseinbußen in Kauf, verzichten auf Parties, Reisen und vieles andere mehr. Ich könnte jetzt auch viel Empörung aus der Feder lassen über die Weltsicht dieser Asthamtikerin, aber lassen wir das mal mit diesen Sätzen gut sein.

Lieber Farradladenbesitzer, Sie haben nichts falsch gemacht. Bleiben Sie hartgesotten.

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